Port-au-Prince
Das zwölfköpfige medizinische Einsatzteam der Johanniter ist gestern Abend in der haitischen Hauptstadt Port-au-Prince eingetroffen und hat bereits seine medizinische Arbeit aufgenommen. Die Helfer waren in Punta Cana (Dominikanische Republik) gelandet und von dort aus auf dem Landweg nach Haiti eingereist. „Wir haben unsere Kollegen herzlich in Empfang genommen. Wir freuen uns und sind erleichtert, dass nun Verstärkung da ist“, sagte Katja Lewinsky, Leiterin des Erkundungsteams, das am kommenden Sonntag nach zehn Tagen die Heimreise antreten wird. Das dreiköpfige erste Team in Port-au-Prince hatte das stärkste aller Nachbeben am vergangenen Mittwoch wohlbehalten überstanden.
Die neu eingetroffenen medizinischen Helfer werden in den nächsten Tagen fast eine Tonne medizinischer Hilfsgüter, darunter Schmerzmittel, Antibiotika, Verbandsmaterial, Sterilisationstechnik und chirurgisches Besteck, an ein französisches Krankenhaus nahe Port-au-Prince sowie an eines in der Stadt Leogane übergeben. „Unsere Ärzte und Rettungsassistenten haben schon kurz nach unserer Ankunft in der Hauptstadt verletzte Menschen behandelt“, sagt Wolfgang Strahl, Leiter des medizinischen Johanniter-Teams in Haiti. Die zwölf Helfer sind im UN-Lager am Flughafen nahe Port-au-Prince untergebracht.
Am kommenden Montag sollen weitere drei Emergency Health Kits sowie zwei Einsatzfahrzeuge, ein Generator und eine Trinkwasseraufbereitungsanlage in das Krisengebiet ausgeflogen werden.
Unterdessen ist das große Interesse der Medien am Einsatz der Johanniter in Haiti ungebrochen. Mehrfach war die Johanniter-Unfall-Hilfe in der ARD-Tagesschau vertreten, fast täglich erscheinen dpa-Meldungen über den Einsatz des Johanniter-Teams. Bei „google“ ergibt die Suche „Johanniter & Haiti“ mehr als 97 000 Treffer.